Angst vor den Israeliten sämtliche Tore fest verriegelt. Niemand kam heraus oder hinein. Da sprach der Herr zu Josua: "Ihr werdet sehen, ich gebe die Stadt, ihren König und seine Soldaten in eure Gewalt. Sechs Tage lang sollt ihr jeden Tag einmal mit allen kampffähigen Männern um die Stadt ziehen. Nehmt die Bundeslade mit. Lasst sieben Priester mit Widderhörnern in der Hand vor ihr hergehen. Am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt ziehen und die Priester sollen die Hörner blasen. Wenn der langgezogene Signalton des Widderhorns ertönt, so stimmt ein in lautes Kriegsgeschrei an. Dann wird die Stadtmauer einstürzen und ihr könnt von allen Seiten nach Jericho eindringen." Josua, der Sohn von Nun, rief die Priester zusammen und wies sie an: "Nehmt die Bundeslade des Herrn. Sieben von euch sollen mit Widderhörnern vor ihr herziehen." Dem Heer befahl er: "Macht euch bereit und geht um Jericho herum. Einige Kämpfer als Vorhut, dahinter die Priester mit der Bundeslade und am Schluss alle übrigen Soldaten." Nachdem Josua seine Anweisungen gegeben hatten, stießen die Priester in die Hörner und alle brachen auf. An der Spitze des Zuges marschierte die ausgewählte Vorhut. Hinter ihr gingen die sieben Priester, die nun unablässig ihre Hörner bliesen und die anderen Priester mit der Bundeslade. Den Schluss bildete das übrige Heer. Zuvor hatte Josua angeordnet: "Macht keinen Lärm. Verhaltet euch ganz still, bis ich euch befehle, ein lautes Kriegsgeschrei anzustimmen. Dann aber schreit so laut ihr könnt. So so zogen sie mit der Bundeslade einmal um Jericho herum und kehrten anschließend wieder in ihr Lager zurück, wo sie übernachteten. Früh am nächsten Morgen ließ Josua sie wieder aufbrechen. Die Priester trugen die Bundeslade, sieben von ihnen gingen vor der Bundeslade her und bliesen immer zu die Hörner. Eine Gruppe von Soldaten marschierte voraus und alle übrigen folgten. Wie am [schnauben] Vortag zogen die Israeliten einmal um Jericho herum und kehrten dann in ihr Lager zurück. Das taten sie insgesamt sechs Tage lang. Am siebten Tag brachen sie bereits bei Sonnenaufgang auf und zogen wie zuvor um die Stadt herum, an diesem Tag jedoch siebenmal. Beim siebten Mal, als die Priester die Hörner bliesen, rief Josua seinen Männern zu: "Schreit so laut ihr könnt. Der Herr gibt euch Jericho. Die ganze Stadt ist dem Untergang geweiht. Darum löscht alles aus, was ihr darin findet. Nur die Prostituierte Rahab soll am Leben bleiben und jeder, der bei ihr im Hause ist, denn sie hat unsere Kundschafter versteckt. Hütet euch davor, irgendetwas für euch zu behalten, worüber Gott sein Urteil verhängt hat. Sonst stürzt ihr Israel ins Unglück und bringt dieselbe Strafe über unser Volk, die ihr an Jericho vollstrecken sollt. Das Silber und Gold und die Gegenstände aus Bronze und Eisen gehören dem Herrn. Sie sollen in der Schatzkammer des heiligen Zeltes aufbewahrt werden." [schnauben] Die Priester bliesen ihre Hörner und die Soldaten stimmten das Kriegsgeschrei an. Da stürzte die Mauer von Jericho ein. Die Israeliten stürmten die Stadt von allen Seiten und eroberten sie. Mit ihren Schwertern vernichteten sie alles Leben darin. Männer und Frauen, Kinder und Greise, Rinder und Schafe und Esel. Den beiden jungen Männern, die Jericho erkundet hatten, befahl Josua: "Geht zum Hause der Prostituierten und holt sie und ihre Angehörigen heraus, wie ihr es geschworen habt." Die beiden liefen zu Rahabs Haus, brachten sie zusammen mit ihren Eltern, Geschwistern und allen Verwandten aus der Stadt und führten sie an einen Ort außerhalb des israelitischen Lagers. Schließlich steckte der Mann Jericho in Brand. Nur das Silber, das Gold und die bronzenen und eisernen Gegenstände nahmen die Israeliten mit und brachten sie in die Schatzkammer des heiligen Zeltes. Von den Einwohnern der Stadt ließ Josua niemanden am Leben, außer der Prostituierten Rahab, der Familie ihres Vaters und ihren anderen Verwandten. Denn sie hatte die israelitischen Kundschafter versteckt, die Josua nach Jericho gesandt hatte. Noch heute lebt sie in Israel. Als Jericho niederbrannte, sprach Josua einen Fluch aus: "Die Strafe des Herrn soll den treffen, der diese Stadt wieder aufbaut. Wenn das Fundament legt, muss er dafür mit dem Tod seines ältesten Sohnes bezahlen und wenn er die Tore einsetzt, wird er auch noch seinen Jüngsten verlieren." Der Herr stand Josua zur Seite. Im ganzen Land sprach man von ihm. So, einen schönen guten Morgen auch von meiner Seite. Danke, Martin, für die Vorlesung des Textes. Ja, ich darf heute mal wieder predigen. Und ja, ich darf die Predigtreihe der letzten Wochen abschließen. Übernatürlich hieß die. Ihr habt es gerade gehört, es geht um Josua 6, um die Eroberung des gelobten Landes und um das Einfallen der der Mauern. Einnahme des gelobten Landes, das Gott Israel verheißen hat. Es geht um den Kampf, den Israel führen musste, führen sollte, dieses Land halt einzunehmen. Und es wird darum gehen in dieser Predigt um unsere Kämpfe. Kämpfe, die wir führen, führen sollen, auch den ein oder anderen, ja, weil das so Gottes Wille ist, ja. Zu Beginn möchte ich mit einer Frage starten. Glaubt ihr, dass Gott auch heute noch und auch in eurem Leben in übernatürlicher Weise handelt? Nehmt ihr dieses Handeln in eurem Alltag wahr? Oder glaubt ihr, dass dieser Gott, den an den wir glauben, ein Gott ist, der das damals zurzeit des alten Israel getan hat, aber heute tut er dies nicht mehr? Wie denkt ihr darüber? Gut. Bevor wir auf diesen Text zu sprechen kommen und überlegen, was er für uns bedeutet, möchte ich in eigenen Worten das noch mal zusammenfassen, auch die Vorgeschichte mit einzubeziehen, denn die ist wichtig. Das was in den ersten fünf Kapiteln von Josua steht, ähm äh damit einfließen lassen, ja? Was war die Vorgeschichte? Und diesem Kampf um äh Jericho. Die Vorgeschichte war, dass Israel nicht bereit war, aus Furcht vor den ansässigen Stämmen, dieses verheißene Land einzunehmen. 40 Jahre haben sie in der Wüste verbracht, ja? Äh diese erste Generation. Und erst als alle vollständig verstorben waren, äh konnten sie diesen Weg wieder gehen. Nur Josua und Kaleb waren übrig. Ja, der Grund dafür war, dass Israel Gott nicht vertraut hatte, sondern sich gegen Gott und Mose aufgelehnt hatte. Es murrte und wünschte sich die an die Fleischtöpfe Ägyptens zurück. Ja, und was hatten sie nicht alles erlebt, diese erste Generation auf ihrem Weg, ja? Die Plagen der Ägypter, die die Ägypter getroffen haben, aber nicht Israel, die Teilung des Roten Meeres, die Bewahrung vor dem ägyptischen Heer, die Versorgung in der Wüste mit Manna vom Himmel und Wasser aus dem Felsen. So viel haben sie erlebt, aber sie haben sich haben Gott nicht vertraut, dass sie dieses Land einnehmen können. Ja, zur Strafe durfte keiner von ihnen das gelobte Land betreten. Es waren 40 verlorene Jahre. Jetzt war die nächste Generation da. Und Josua, ihr Führer, und er hatte den Auftrag, das gelobte Land zu erobern. Diese Generation war bereit, das zu tun. Und so lagerte Israel am östlichen Ufer des Jordan. Und Josua bereitete sein Volk auf das Folgende, was kommen sollte, vor. Er sendete Kundschafter aus nach Jericho, die bei der Prostituierten Rahab Unterschlupf und Schutz fanden. Josua erfuhr von den Kundschaftern, dass die Stadt große Angst hatte vor den Israeliten. Sie hatten ja gehört von dem Wunder, das ihr Gott mit der Durchquerung des Roten Meeres getan hat. Und wie Israel die Könige östlich des Jordans bezwungen hat. Josua erhielt präzise Anweisungen von Gott. Ja. Und so machten sie sich auf den Weg. Ja. Sie gingen zum zum Jordan. Die levitischen Priester sollten vorausgehen mit der Bundeslade. Ja. In 2000 Ellen Abstand, das sind ungefähr 1000 m, ja, sollte das Volk folgen. Sie durften nicht näher kommen. Ja. Ja. So gingen die Leviten voraus, ja, mit dieser Bundeslade, diesem heiligen Schatz, ein Symbol für die Gegenwart und Macht Gottes. Ja. Ja. Es enthielt ja die die Steintafeln, die zehn Gebote also, ja, den Stab Aarons und einen Krug mit Manna. Alles Zeichen für den Inhalt und für das Ziel ihres Glaubens. Ja, so sollten sie sich auf den Weg machen. Ja, und sie sollten sich innerlich vorbereiten, reinigen. Sie sollten sich heiligen und diese Reinigungszeremonie vollziehen. Denn Gott wollte, dass sie reinen Herzens sind. Ja, so gingen sie los und überquerten den Jordan. Die Priester traten ein in den Jordan im festen Vertrauen, dass Gott wahr machte, was er versprochen hatte. Ja, und Gott machte es wie bei dem Roten Meer, ja. Er staute die Wasser des Jordans auf wie einen Damm und auf der anderen Seite ließ er den Fluss leerlaufen. Die Priester blieben in der Mitte des Flusses stehen. Und das Volk schritt an ihnen vorbei auf die andere Seite. Erst dann, als alle vorüber waren, gingen die Priester auf die andere Seite des Jordans. Dort angekommen wählte Josua zwölf Männer aus, jeweils einem aus jedem Stamm, und die sollten in der Mitte des Flussbettes, dort, wo die Leviten, wo die Priester gestanden hatten, zwölf Steine aus dem Fluss holen und sie in der Mitte des Lagers aufrichten. Ein Denkmal sollten sie errichten. Und das Denkmal sollte ihnen vor Augen halten, dass Gott sie leitete. Sie sollten sich nicht einfach an in ihre bevorstehende Aufgabe stürzen, sondern sich auf Gott konzentrieren und sich seiner Macht bewusst sein. Israel lagerte auf der Westseite des Jordans. Josua ließ alle Männer beschneiden und diese Beschneidung war das äußere Zeichen dafür, dass Israel das Volk von Gott war, das auserwählte Volk. Und sie feierten ihr erstes Passahmahl im gelobten Land. Nachdem die Wunden verheilt waren, machten sie sich auf den Weg nach Jericho. Und als sie dort unterwegs waren, begegnete ihnen ein Mann mit einem erhobenen Schwert, einem Engel Gottes, der sich vorstellte als der Anführer der Heerscharen des Herrn. Josua musste seine Sandalen ausziehen, denn er befand sich auf heiligem Grund. In dem Engel begegnete ihm die Gegenwart Gottes. Und Josua erhielt den Schlachtplan, den exakten Schlachtplan. Wir haben ihn gerade gelesen, ein etwas seltsamer Plan. An sechs Tagen umrundete das Volk Jericho je einmal, wie in einer Prozession. In der Mitte der Prozession die Bundeslade Gottes mit sieben Priestern, jeweils mit einem Widderhorn. Davor die Krieger und dahinter das Volk. Mucksmäuschen still sollten alle sein. Nur die Priester sollten ununterbrochen die Hörner blasen. Am siebten Tag umrundeten sie die Stadt siebenmal und dann ließ Josua zum Angriff blasen. Ja, und das Volk schrie so laut es konnte und Gott ließ dann die Mauern Jerichos einstürzen und gab die Stadt in Israels Hand. Alles wurde vernichtet und niedergebrannt, außer Silber, Gold, Kupfer und Eisen. Nicht zur Bereicherung Israels, sondern um es dem Herrn zu weihen. Nur die Rahab und ihre Angehörigen wurden verschont. Das ist das Geschehen. Ja. Aber was sagt dieses Geschehen aus? Was verrät es über Gottes Willen, darüber, wie Gott ist? Wie er handelt und unter welchen Bedingungen er handelt? Was sagt es darüber aus, wie Gott sein Volk segnen will? Wie will er ihm beistehen und was erwartet er? Am Text, an diesem Text werden verschiedene Prinzipien des Glaubens, der Nachfolge [schnauben] deutlich. Geistliche Prinzipien des Glaubens bzw. der Nachfolge. Und diese Prinzipien sind unverändert. Sie gelten auch heute noch. Was können wir für uns mitnehmen? Der erste Punkt, den wir mitnehmen können. Der erste Punkt ist, Gott führt den Kampf. Israel musste lernen, dass sie diesen Krieg, diese Einnahme des versprochenen Landes, nicht in seiner eigenen Kraft führen sollten, sondern dass es Gottes Kraft und sein Wirken sein sollten. Israel musste bereit sein und sich auf den Weg einlassen. Es sollte lernen zu vertrauen und im Vertrauen gehorsam zu sein. Ja, es musste auch kämpfen. Also auch selber aktiv sein. Es konnte sich nicht einfach zurücklehnen. Es musste selbst etwas tun. Aber den entscheidenden Beitrag, das Einstürzen der Mauern, das wollte Gott tun. Wie ist das in unserem Leben? Ganz genauso. Der Apostel Paulus drückt das so aus. Ja. Oh, da fehlt. Warte mal, bin ich da schon zu weit? Ja. In Kolosserbrief schreibt er im Vers Kapitel 1 Vers 27: "Und das ist das Geheimnis, Christus lebt in euch." Und in Vers 29: "Für dieses Ziel setze ich mich mit meiner ganzen Kraft ein, indem ich mich auf die mächtige Kraft von Christus verlasse, die in mir wirkt." Das bedeutet, weil wir an Christus glauben, ja, und er deswegen in uns lebt, ist Christus auch die entscheidende Kraft in unserem Leben. Auf diese Kraft dürfen wir fest vertrauen und uns auf sie verlassen. Er ist es, Gott, der durch Christus in unserem Leben handeln will, der den Weg vorgibt, den wir beschreiten und den wir dann vertrauensvoll und gehorsam gehen sollen. Gott führt den Kampf. Er führt den Kampf dadurch, dass Christus in uns lebt. Er ist die Kraft, die uns ist, und Paulus sagt: "Ich arbeite zwar mit all meiner Kraft, aber ich verlasse mich voll und ganz darauf, dass Christus meine Kraft ist. Und wenn meine nicht mehr reicht, er ist da. Ja. Gott führt den Kampf. Es ist wie bei Israel auch, der die Mauern einstürzen ließ. Bei uns ist es so, dass er selbst durch Christus in uns wohnt. Ja, und Gott hat einen Plan für unser Leben, wie für Israel auch. Und es ist dann Gottes übernatürliches Handeln, indem er in unseren Schwierigkeiten, in unseren Herausforderungen, in unseren Kämpfen, ja, Mauern einstürzen lassen will. Aber Vertrauen und Gehorsam waren notwendig für Israel und für uns auch. Hingabe war notwendig. Ja, Israel musste bereit sein. Der Einzelne musste bereit sein. Er muss bereit sein, sein Leben zu belassen, zu zu lassen. Die Kanaaniter waren schwer bewaffnet, ja, hinter ihren schützenden Mauern. Der Einzelne musste bereit sein, ja, sein Leben zu lassen, es hinzugeben, sein Leben zu übergeben. Ja. Ja, Vertrauen und Hingabe sind notwendig. Bei uns ist das genauso. Vertrauen wir nicht auf Christus, auf seine Kraft in uns, geben uns nicht hin, erleben wir auch nicht Gottes übernatürliches Handeln in unserem Leben. Aber ich denke, so wie das gerade von mir ausgedrückt wurde, es ist nicht so schwarz-weiß, ne, sondern es ist in man muss eher in Grautönen denken, ja. Es ist ja fließend. Wir erleben natürlich Gottes Handeln, aber nur soweit, wie wir bereit sind zu vertrauen und gehorsam zu sein und ihm zu folgen oder sich ihm hinzugeben. Ja. Der erste Punkt Gottes Gott führt den Kampf. Der zweite Punkt unser gelobtes Land. Jeder von uns hat sein eigenes gelobtes Land, dass er einnehmen soll. Was ist denn unser persönliches gelobtes Land, dass wir einnehmen sollen? Ganz allgemein formuliert, könnte man sagen, ist unser gelobtes Land, ein Mensch zu werden, der Gott vollkommen vertraut. Ja. Ja, so wie Israel vollkommen vertrauen lernen sollte. Ja. Und sich vollkommen abhängig macht von Gott. Ein Mensch, der der sagt, Jesus ist mir so wichtig, dass ich ihm mein Leben gebe. Und alles, was diesem Leben mit Jesus widerspricht, das will ich ablegen. Ja. Ein Mensch, der sich also vollkommen Gott zur Verfügung stellt. Und das wirkt sich dann ganz praktisch aus in meinem Leben. Ja, in meinem Umfeld, in meiner Familie vielleicht, in der Gemeinde, an meinem Arbeitsplatz, in den Situationen meines Lebens. Ja, Gott wirkt hinein in mein Leben. Und er kann mein Herz formen. Ja. Gott kann seine Liebe in unser Herz legen. Ja. Wenn wir bereit sind, wenn wir uns ihm so zur Verfügung stellen, dann kann das geschehen, was Martin vorhin vorgelesen hat aus dem Evangelium des Johannes. Ja. Ganz besti- ganz spezifisch bedeutet es, unser persönliches gelobtes Land einzunehmen, das vorher war die allgemeine Beschreibung, dass Gott uns Aufgaben gibt, Aufträge, Berufungen. Ja. Ja. So wie Israel die Aufgabe hatte, Kanaan einzunehmen, so gibt er uns Aufgaben, an denen wir wachsen sollen und bei deren Erfüllung wir lernen sollen, dies gemeinsam mit Gott zu tun. Ja. Was ist also unser gelobtes Land? Sich von Gott verändern zu lassen. Ein neues Denken, veränderte Haltungen und Einstellungen einzunehmen, die Gott gefallen. Ein verändertes Wesen. In 2. Korinther 5, 17 ist das so beschrieben, dass wir eine neue Kreatur sind. Hier schreibt Paulus: "Darum ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen. Siehe, es ist alles neu geworden." Der Text besagt sogar, wir sind bereits diese neue Kreatur. Es ist schon so beschlossen. Wir sind es schon. Wir haben den Sieg also schon errungen. Satan hat verloren. Wir müssen Gott nur machen lassen, ihm unser Herz hinhalten. So, ja. Es ist also genauso wie bei Israel. Die Kanaaniter waren schon in der Hand Israels. Israel war der Sieg versprochen. Sie mussten nur noch gehorsam sein und hören, was Gott ihnen sagt. Wie geht Gott dabei vor in unserem Leben, ja, wenn wir dieses gelobte Land einnehmen sollen, unser gelobtes Land, ja? Gott zeigt uns etwas. Er spricht zu uns. Er macht uns etwas sehr wichtig. Ja. Er legt uns etwas ins Herz. Das heißt, er gibt uns einen Dienst, eine Aufgabe oder einen Auftrag in der Familie, in der Gemeinde oder gegenüber uns selbst. Ja. Es kann alle unsere Lebensbereiche betreffen. Aber wir müssen hörbereit sein, das Sprechen Gottes wahrnehmen und ernst nehmen. Das heißt, aufgreifen und in unser Leben einfließen lassen. So wie Josua es auch tun musste. Er hat Gottes Versprechen gehört und er hat es ohne Zögern umgesetzt. Es ist also so, wir hören und gehen los. Es ist wie bei der Einnahme des Landes Kanaan. Israel musste den Schritt in den Jordan setzen, im Vertrauen darauf, dass das Wasser sich teilt. Ja. Dazu gehörte Vertrauen und Gehorsam. Der Jordan hatte Hochwasser in dieser Zeit. Die Überquerung war gefährlich. Und die Kanaaniter hofften, dass dem Volk Israel dies nicht so ohne Weiteres gelingen würde. Ja, Israel sollte die Stadt Jericho an sieben Tagen über umrunden. Jericho galt als uneinnehmbar. Es hat eine hohe Befestigungsanlage. Die Kanaaniter hatten zwar Angst vor Israel und seinem Gott, fühlten sich aber sicher hinter der Befestigung. Ja. Israel musste also glauben und vertrauen. An den sieben Betagen bekam Israel keine weiteren Besprechungen Versprechen Gottes. Sie waren in dem Lager. Ja. Sie mussten Schritte gehen. Es war also auch eine Prüfung, die Gott ihnen auferlegt hatte. Wenn sie ins Lager zurückkehrten, dann hatten sie an diesen Tagen nur das Denkmal aus den zwölf Steinen, das ihnen die Macht Gottes vor Augen halten sollte. Das heißt für uns, das heißt für uns, auch uns mutet Gott so manchen Kampf zu. Vielleicht müssen wir einen Kampf in uns, vielleicht müssen wir unseren Stolz ablegen, demütig werden, weil Gott unser Herz formen will. Ich glaube, da ist kaum einer von uns vorgefeit, diesen Kampf nicht gehen zu müssen. Ja, und es ist ein Kampf, der weh tut, den eigenen Stolz zu erkennen. Ja, ihn zu tolerieren, ja, zu erkennen, er ist tatsächlich da, diese Wahrheit zu erkennen und ihn dann in einem Prozess abzulegen und ein demütiges Herz anzunehmen. Vielleicht ist es auch so, dass Gott uns eine Aufgabe überträgt, die uns eine Schuhnummer zu groß erscheint. Ja. Er spricht also in unser Leben und wir sollen hören und uns von ihm vertrauensvoll leiten lassen. Gott zeigt uns den Weg, den wir gehen sollen und es kann sein, dass Gott Prüfung einbaut, Schwierigkeiten vielleicht bei der Umsetzung, die uns vielleicht erst einmal verunsichern. Dann dürfen wir unser Denkmal, unser Denkmal, und das ist das Wort Gottes, auf dieses dürfen wir zurückgreifen. Das ermutigt uns und zeigt uns auf, dass das, was wir tun sollen, genau Gottes Willen entspricht. Und dann ist es wie bei Josua, dem Gott zuspricht, Josua 1,8, die Worte des Gesetzes sollen immer in deinem Mund sein. Denke Tag und Nacht über das Gesetz nach, damit du allem, was darin geschrieben steht, Folge leisten kannst, denn nur dann wirst du erfolgreich sein. Ja, das hat sich nicht geändert. Es ist heute genauso wie damals. Der Heilige Geist spricht zu uns durch sein Wort, um Gottes Willen zu erkennen, um Gottes Sprechen wahrnehmen zu können, brauchen wir sein Wort. Wir müssen es gut kennen, darüber nachdenken, wie Josua, und es in unserem Herzen tragen und so entwickeln wir die feinen Antennen, die wir benötigen, um Gottes feines oder oft auch leises Sprechen wahrzunehmen und es unterscheiden zu können von dem lauten Getöse um uns herum. Aber Christen tun sich heute gerade damit sehr schwer, das Gott, das Sprechen Gottes zu unterscheiden, es überhaupt zu hören und dem dann auch noch nachzugehen. Christen sagen heute häufig, "Hat Gott das wirklich gesagt? Oder sind das nicht meine eigenen Gedanken?" Umso unangenehmer der Gedanke, desto eher bin ich bereit zu sagen, "Oh, doch, das war doch eher mein Gedanke gewesen." Ja, ich kann ich kenne dieses Denken. Viele Jahre meines Christseins tauchten solche Gedanken auf, ja, und ich habe Dinge zurückgestellt und blockiert und Gott wollte, hat mir eigentlich Dinge sagen wollen, die auch sehr wichtig für mein Leben gewesen wären. Oder ich höre von Christen, ja, ich muss doch gar nicht. Es ist doch alles freiwillig und optional. Und Gott liebt mich doch sowieso. Na, ich denke, das ist der eine Teil der Wahrheit. Und der andere Teil der Wahrheit ist halt, dass Gott eben halt auch Erwartungen an uns hat. Und er das auch prüft, unsere Bereitschaft prüft, unsere Bereitschaft auch weiterentwickeln will, ja, damit wir ein Leben führen, das ihm gefällt, ja. Der Apostel Paulus schreibt etwas ganz Interessantes an seinen Ziehsohn Timotheus. Und er spricht hier in dem zweiten Timotheusbrief über die letzten Tage dieser Welt, ja. Es ist ein prophetischer Eindruck, ja, es ist ein Dieser Ausdruck "die letzten Tage" in der Bibel kommt, ja, in 2. Timotheus 3, 1 ist das der Fall, dann ist eigentlich mit diesem Ausdruck immer die Endzeit gemeint, ja, die Zeit, also, in der wir jetzt leben, in der Zeit, die Zeit, wo sich Israel neu gegründet hat, ja, und wo Jesus wiederkommen wird, ja. Und er schreibt dort über mit diesen Worten, dass Christen freiwillig vom wahren Glauben abfallen werden. 2. Timotheus 2, 3 bis 4 nach Luther, denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden, sondern nach ihrem eigenen Begehren werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken [räuspern] und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren. Bin überzeugt, in dieser Zeit leben wir heute. die gesunde heilsame Lehre können viele Christen nicht mehr ertragen. Wir machen uns unseren eigenen Glauben. Ja. Es ist entweder eine Softversion des Evangeliums oder wir wenden uns ganz ab von der Kirche. Das sind Zeichen unserer Zeit. Wir können das beobachten. Aber Gott kann mit solchem Christentum nichts anfangen. Übernatürliches Handeln Gottes ist dann Mangelware. Erlebt die heutige Christenzeit deshalb so wenig mit Gott ist das der Grund, ja, dass Christen so wenig mit Gott erleben, ja. Die erste Generation des Volkes musste 40 Jahre in der Wüste verbleiben. Es musste sich von Manna ernähren lassen und nicht von der versprochenen Milch und Honig im verheißenen Land. Milch und Honig sollte es erst im verheißenen Land geben. In der Wüste, da gab es nur Manna. Weil sie Gottes Verheißung nicht vertraut haben, ja, mussten sie in der Wüste bleiben und sich von Manna ernähren lassen. Und sie konnten nicht die Fülle eines fruchtbaren Landes genießen, das Gott ihnen eigentlich geben wollte. Diese erste Generation, das waren Wüstenchristen, ja. Dabei hatte Gott ihnen Kanaan schon gegeben. Sie hatten den Sieg schon sicher. Die Kanaaniter hatten 40 Jahre Angst, denn sie hatten gehört, dass Gott das Rote Meer geteilt hat. Sie wussten von dem Gott Israels, der Wunder tut. Sie hätten nur das ihnen verheißene Land einnehmen müssen. Das kann bei uns ganz genauso sein, ja? Wie viele von uns nehmen nicht ihr verheißenes Land ein, bleiben unverändert, bringen sich nicht ein, lieben nicht in einer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus, machen keine Anstalten, sich auf den Weg zu begeben. Die Konsequenz ist, dass Gott sie geistlich nur mit Manna ernähren kann, aber sie werden das gelobte Land, die Fülle, die Gott einem jeden von uns schenken will, nicht erleben. Sie sind Wüstenchristen. Einen letzten Aspekt habe ich bisher noch nicht erklärt. Das ist die Reinigung. Der dritte Punkt. Bevor Gott handeln wollte, sollte, bevor er bereit war dafür, sollte das Volk sich reinigen. In Josua 3,5 heißt es: "Heiligt euch, denn morgen wird der Herr große Wunder unter euch tun." Das Volk sollte seine Reinigungszeremonie vollziehen. Das Gesetz erklärte ihnen, dass ein Mensch aus vielen Gründen unrein werden konnte. Durch das Essen bestimmter Speisen, durch eine Geburt, durch Krankheit oder die Berührung eines Toten und so weiter und so fort. Gott benutzte diese verschiedenen äußeren Zeichen der Unreinheit, um die innere Unreinheit zu verdeutlichen, die durch Sünde verursacht wird. Die Reinigungszeremonie zeigte, wie wichtig es ist, sich Gott mit reinem Herzen zu nähern. Diese Eliten brauchten Gottes Vergebung, bevor er handeln konnte, bevor in übernatürlicher Weise handeln wollte. Bei uns ist das nicht anders. Jesus selbst sagt in Johannes 13, 10: "Wer gebadet hat, braucht sich, ausgenommen die Füße, nicht zu waschen, um völlig rein zu sein." Durch den Glauben an Jesus Christus sind wir rein, sind wir gebadet. Aber im Lebensalltag sammelt sich zwangsläufig immer wieder Dreck unter unseren Füßen. Wir werden schuldig und laden Sünde auf uns, die uns von Gott trennt. Sie führt uns zu Ungerechtigkeit. Ja, wir selbst sind dann ungerecht. Ja, und leben nicht in Gottes Gerechtigkeit. Diese Sünde, die sich so ansammelt im Lebensalltag, die müssen wir abwaschen. Müssen sie vor Gott bringen und er wird sie uns vergeben. Wie für Israel es notwendig war, bevor Gott handeln wollte, so ist es auch in unserem Leben, bevor Gott handeln will. Israel musste aufwendige Reinigungsvorschriften an sich vollziehen und komplizierte Opfervorschriften einhalten, um vor Gott gerecht zu sein und um sein Handeln zu erleben. Wir müssen unsere Schuld Gott bekennen. Am besten mit einem zerknirschten Herzen. Aber selbst das schenkt Gott dieses Herz, je mehr wir es ernst mit ihm meinen. Natürlich ist damit verbunden, dass wir etwas ändern. Und fallen wir dennoch wieder, ist Gott uns dennoch treu. Ja. Es geht hier also um Reinigung. Reinigung ist notwendig. Das Füße waschen ist notwendig, wenn wir Gottes Handeln in unserem Leben erfahren wollen. Ja. Aber auch hier denke ich mal, ist es kein Schwarz-Weiß-Denken. Es ist auch eher wieder es sind die Grautöne. Ja. Es gibt Dinge in unserem Leben, an die an denen erfreut sich Gott. Ja. Und es gibt Dinge, die uns vielleicht schon lange sagt und wir verharren in der Sünde. Und wir ändern nichts. Ja. Und ich denke, dass es so ist, dass in dem Maße, wie wir bereit sind, uns Gott zu geben, ihm zu vertrauen und uns ihm hingeben, umso mehr kann er dann auch in uns wirken und handeln, durch uns handeln und in uns handeln, in übernatürlicher Weise. Dass es diesen Zusammenhang gibt, ne? [seufzt] Ja. Aber es ist nicht Schwarz-Weiß, ne? Aber das Problem wird aufgezeigt. Ja. Und die Verheißung wird aufgezeigt. Befremdlich für den ist für den modernen Menschen, wie wir, dass Gott von den Israeliten verlangte, fast alle Menschen und Dinge in Jericho zu vernichten. Ja. Gott vollstreckte hier ein strenges Gericht über die Bosheit der Kanaaniter, über ihre üblen Praktiken und ihren Götzendienst. Ja. Die Kanaaniter waren eine mit diesem Götzendienst eine Festung der Rebellion gegen Gott. Und diese Bedrohung gegen die rechte Lebensweise, die Gott von Israel verlangte, musste einfach ausgeräumt werden, damit sie nicht ganz Israel anstecken würde, wie ein Krebsgeschwür. Die Prostituierte Rahab, auch wenn das Handwerk, das sie betrieb, Gott sicherlich nicht gefallen hat, wurde wegen ihres Glaubens gerettet. Sie und ihre Familie. Sie waren die einzigen wegen des Glaubens von Rahab. Sie muss aber außerhalb des Lagers untergebracht werden, nicht im Lager. Warum ist das so? Gottes Absicht ist, den Glauben Israels an seinen Gott rein zu halten. Und Gott möchte, dass auch wir unseren Glauben rein halten. Er möchte, dass wir unser Verhalten reinigen, wenn wir ein neues Leben mit ihm beginnen. Wir sind gebadet, sollen uns aber die Füße die Füße waschen lassen. Das heißt auch, wir sollen alles ablehnen, was uns zu einem Leben der Rebellion gegen Gott verführt. Josua begegnete kurz vor Jericho dieser Engel von hohem Rang, der sich als der Herr der Herrscher vorstellte. Mit erhobenem Schwert stand er vor ihm. Josua sollte sich die Sandalen ausziehen, weil er sich auf heiligem Boden befand. Oder in anderen Worten, in der unmittelbaren Gegenwart des Heiligen Geistes, des heiligen Gottes sich befand. Josua begegnet Gott mit Ehrfurcht und Respekt. Das ist die angemessene Reaktion auf unseren heiligen Gott. Wie bringen wir unseren Respekt vor Gott zum Ausdruck? Durch unsere Einstellungen und Verhaltensweisen, durch ein Leben, das Gott ernst nimmt, dass ich ihm hingibt, so wie Josua sein Leben an Gott übergeben hat. Ich komme zum Schluss. Die Folge oder das Resultat, das Ergebnis oder die Frucht eines solchen Glaubens, der Gott mit Ehrfurcht und Respekt begegnet, beschreibt dann Josua, als er seinem Volk zuspricht. In Josua 3,7 lesen wir: "Heute werdet ihr erfahren, dass ihr einen lebendigen Gott habt." Das sagt er mit Euphorie, hält er diese Rede, voller Euphorie und Glaube [seufzt] und Vertrauen. Ja, dass das, was ihm gesagt wurde, dass das eintreten wird, dass Gott es wahr macht. Ja. Unser Gott ist kein toter Gott, ein Gott, der weit weg ist und aus der Ferne passiv zuschaut. Er ist ein lebendiger Gott, damals wie heute. Und wenn wir vertrauen und bereit sind, gehorsam zu sein, Gott mit Ehrfurcht und Respekt zu begegnen und ihm deshalb auch unsere Sünde bekennen, das heißt, Gott ernst zu nehmen, dann ist unser Gott ein lebendiger Gott, ein Gott, der handelt, der uns den Sieg bereits versprochen hat. Ein Gott, der Wunder tut und der in übernatürlicher Weise in unserem Leben hineinwirkt. Wir sollen also unser persönliches verheißenes Land einnehmen. Es einzunehmen bedeutet, auch kämpfen zu müssen, weil Gott es einfach so will. Ja. Und weil es gar nicht anders geht, wahrscheinlich. Das sind Kämpfe zum einmal Kämpfe mit uns und in uns. Ja. Da geht es dann um Reinigung von Unreinheit. Ja. Ja. Reinigung von Unreinheit. Ja. Der zweite Aspekt von diesen Kämpfen sind, dass wir wir haben vielleicht Kämpfe mit anderen Personen. Ja. Ja. Da fragen wir dann Gott, wie willst du denn eigentlich, dass ich mit dieser Person umgehe? Was ist, wie siehst du sie diese Person? Ja. Ja. Ich möchte wissen, wie du sie siehst, damit ich weiß, was ich tun soll, was ich sagen soll, wie ich mit ihr umgehen soll. Ja. Das könnte vielleicht mein Ehepartner sein oder meine Kinder oder sind meine Geschwister in der Gemeinde. Ja. Die dritte Möglichkeit einer solchen Situation, also eines solchen Kampfes ist, dass er mich in Situationen stellt, ja. Gott stellt uns in Situationen, die schwierig sind. Und jetzt geht's darum, Gott zu fragen, was ist denn die rechte Lebensweise in dieser Situation? Wie soll ich denn umgehen? Ich will ja nicht aus mir heraus handeln, aus meiner Emotion. Ja. Ich möchte tun, was du willst. Ja. Ich will gerecht sein. Ja. Ja, aber all diese Kämpfe, in allem, ja, ist Gott dabei. Und er will deinen Kampf führen. Ja. Er ist immer dabei. Du gehst Schritte und er führt. Ja. Du hörst und sagst, er schärft vielleicht nach und du tust den nächsten Schritt. Er führt. Das ist der Weg, den er mit uns beschreiten will. So war es mit Israel bei der Einnahme des verheißenen Landes und so ist es, wenn wir unser verheißenes Land einnehmen sollen. Welches sind deine Kämpfe, in die Gott dich gestellt hat? Welches sind deine Kämpfe, die du hast? Geh sie an, ja, und nimm dein Land ein. Amen. Ja.